
Man soll ja eigentlich ein Buch nicht nach seinem Umschlag beurteilen. Und sinngemäß heißt das wohl auch, dass es sich nicht so richtig gehört, ein Buch zu empfehlen, dass man nicht selber gelesen hat. In diesem Fall ist "man" der Schreiber dieses Postings, der es sich aber dennoch nicht nehmen lassen möchte, auf Markus Orths "Das Zimmermädchen" hinzuweisen.
Wann findet sich sonst mal ein Roman, der sich mit der Welt der Hotels beschäftigt, wenn man mal von Arthur Hailey absieht. Und der ist nun auch schon Jahrzehnte alt. Doch zurück zu Orths. In einer Leseprobe erfahren wir, dass das Zimmermädchen auf den Namen Lynn Zapatek hört und die schlechte Angewohnheit hat, unter den Betten der Gäste zu liegen und zu lauschen. Einfach nur zu lauschen. Und diese Lauscherei bzw. das Schreiben darüber, hat dem Buch eine Menge glänzender Kritiken eingebracht. Stellvertretend sei hier die Münstersche Zeitung erwähnt:
Besonders gelungen ist die Sprache des Romans, die Lynns Brüche widerspiegelt. So fehlen munter ganze Artikel oder Wortteile. Orths erzählt zügig, erfasst viel, wie mit den Augen eines Cineasten, der schnelle Schnitte liebt.
Im Laufe der Rezension werden dann sogar Vergleichen zu den Filmen der Coen-Brüder angestellt, was mich dazu treibt, das Buch so bald es geht zu lesen.
Sollte mir einer von Ihnen zuvorgekommen sein, würde ich mich über einen kurzen Kommentar freuen.