Typography is the craft of endowing human language with a durable visual form, and thus with an independent existence. (...) Typography remains a source of true delight, true knowledge, true surprise.

Robert Bringhurst, The Elements of Typographic Style

By admin, on Juni 24, 2008

Hotelgeflüster


Schlafwagen oder rollendes Hotel?
© Carlton Browne

Dieser Artikel erscheint in einem Hotel-Weblog. Doch eigentlich geht es um einen der Feinde jedes Hotels, den Schlafwagen. Wenn ich schon Überschriften à la Europa ohne Hotel: Der Schlafwagen macht es möglich wie bei N24 lese, dann denke ich mir doch: Schreib mal drüber und guck dir genau an, ob der Schlafwagen wirklich so eine tolle Alternative ist.

Zunächst mal ein Blick auf die Preise:

Im Liegewagen zahlen die Gäste pro Person – je nach Saison – 280 oder 350 Euro für sieben Nächte, im Schlafwagen 455 oder 546 Euro. «Im Schlafwagen ist das Frühstück im Reisepreis enthalten.» Derzeit sind elf Rundreisestrecken im Angebot. Sie beginnen in Hamburg, Berlin, Köln, München, Freiburg und Zürich und enden dort auch wieder. -das ist konkurrenzlos billig, denn man muss ja noch dazu bedenken, dass neben Schlaf eine Reise von A nach B in den Preis eingerechnet ist.

Doch hinsichtlich des Komfort habe ich dann doch meine Bedenken. Eigenes WC? Mangelware. Gute Duschen oder gar Badewanne? Gibt es wohl auch nicht, abgesehen von der deutlich teureren Deluxe-Klasse. Und in punkto auslauf ist ein Zug nun auch nicht das Wahre.

Vergleiche ich hier Äpfel mit Birnen? Vielleicht: aber offensichtlich schielen auch die Betreiber der Nachtzüge auf die Hotels und versuchen mit diesen zu konkurrieren. Meiner Meinung nach vergeblich. Denn ein Zug bleibt ein Zug und kann niemals ein Hotel ersetzen. Egal, wie komfortabel das Abteil auch sein mag.




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