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Hotelcheck
von sehpferd am 20.07.09

Wer Metasuchmaschinen benutzen will, wird zunächst einmal mit zahllosen Angeboten konfrontiert. Ich habe eine Hotellandschaft ausgesucht, in der ich mich sehr gut auskenne, nämlich die Peripherie der Stadt Basel, und eines sofort gesehen: Einige der Häuser, die bei einer Metasuchmaschine als "Hotels" durchgingen, würde ich nicht als solche bezeichnen. Zudem lagen einige der genannten Hotels nicht wirklich in dem Ort, den ich eingegeben hatte, wurden aber exakt unter meinem Suchbegriff mit namentlicher Ortsnennung geführt. So liegt beispielsweise der "Ochse" nicht in Lörrach, sondern in Binzen - und dort sollte wirklich nur nächtigen, wer gut motorisiert ist. Der "Kaiserhof", ebenfalls mit "Lörrach" angegeben, liegt in Bad Bellingen an der Bahnstrecke Freiburg-Basel, wird aber ebenfalls mit "Lörrach" angegeben, was besonders fatal ist, weil man mit der Bahn umstiegen muss, um nach Lörrach zu kommen.
Spare ich nun wirklich etwas, wenn ich über Metasuchmaschinen buche? Nun, ich hätte etwas gespart, wenn ich das Hotelschnäppchen eines Weiler Hotels angenommen hätte, das die an Geschäftsleuten mageren Wochenenden offenbar mit Touristen preiswert füllen will - aber diesen Tarif hätte ich möglicherweise dort auch ohne Metasuchmaschine bekommen.
Ich hätte - wirklich und wahrhaftig - mein Stammhotel für etwa drei Euro pro Tag billiger haben können, wenn ich bei einem anderen Hotelvermittler gebucht hätte: Aber wäre das den Wechsel wert gewesen? Ich glaube es nicht. Die "riesigen" Einsparungen, die in einem diesbezüglichen Artikel angegeben wurden, konnte ich jedenfalls nicht nachvollziehen. Sie dürften einmalige Ausreißer sein, die sich besonders gut in der Werbung machen - ob sie typisch sind, muss stark bezweifelt werden.
Zudem kommt eines hinzu: der dauernde Seitenwechsel zwischen Metasuchmaschine und Hotelbuchungs-Anbietern ist etwas verwirrend und kostet viel Zeit - wer sie hat, mag sie sich nehmen: Geschäftsleute haben sie allerdings meist nicht. Auch die Aussage, Reisende benutzen bei der Autovermietung schon lange Metasuchmaschinen, hinkt stark, weil man bei den Vermietern in der Regel nur die Auswahl zwischen drei bis sieben Firmen hat, die zudem fast gleiche Leistungen bieten - dies ist bei Hotels allerdings nicht der Fall.
Bild: Probleme kann es immer geben - hier in einem Hamburger Hotel, das viel zu eng ist.
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Wong
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Kommentar von:
Ralf
(23.07.09 10:58 Uhr)
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fallen die paar Euro Preisunterschiede nicht ins Gewicht.